DIE KINDER

Die Lage der tibetischen Kinder ist sehr schwierig. Wegen des Klimas und der Unterernährung leiden sie an vielen Krankheiten:

  • Akute Infektionen der Atemwege (Lungenentzündung, Tuberkulose),
    Gelbsucht, Leberegel und Durchfallerkrankungen, welche die häufigste
    Todesursache unter tibetischen Kindern sind. Krankheiten wie
    Rachitis und Lepra finden sich in einigen tibetischen Bevölkerungs-
    Gruppen häufiger als in anderen. 

  • Neue Untersuchungen zeigen, dass die Hälfte der tibetischen Jungen und Mädchen an Wachstumsstörungen leidet auf Grund der chronischen
    Unterernährung. Die Situation wird erschwert, weil keine Impfstoffe zur
    Verfügung stehen, so dass viele Kinder sterben.

Der Zugang zu einer angemessenen Schulbildung ist nicht möglich wegen der hohen Kosten und der geringen Anzahl der Schulen in den ländlichen Gebieten und unter den Nomaden, wo 80 % der tibetischen Bevölkerung leben.
Das Gesetz erlaubt, das die Schulen Gebühren erheben für „Vermischtes“.

Diese beinhalten Beiträge für die Zulassung, die Einschreibung, Pulte, Stühle, Bücher und Schuluniformen, sowie verschiedene Geldbuβen und „spezielle“ Beiträge für die Lehrer. Viele Kinder aus diesen Gebieten müssen Stunden oder Tage anreisen; so ist der Schulbesuch nicht möglich, selbst wenn die Familien ihn sich leisten könnten.

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